ZEITGENÖSSISCHE KUNST
EXPRESSIONISMUS. KUNST. SURREALISMUS GEMÄLDE.
Zeitgenössische Künstler und Malerei. Figurationen.

Zeitgenössische Kunst. Zeitgenössische Künstler Maler. Malerei.
MODERNE KUNST. MODERNE KÜNSTLER.

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©José Manuel Merello.

“Die abstrakte und surrealistische Malerei sind nicht nur essenziell und wunderbar an sich, sondern haben auch eine unbezahlbare pädagogische Funktion für jeden Künstler. Sie sind schon Teil der klassichen Kunst geworden und bilden künstlerisches Kulturerbe für die geistige und technische Bildung des Künstlers. Sie sind Gymnastik für das Unterbewusstsein und das Auge, Orte, an denen fast alle spirituellen Gefühle und Emotionen geschmiedet werden, die letztlich zum Bau dieser unermesslichen und grandiosen Sache führen, der wir den Namen DIE KUNST DER MALEREI gegeben haben.” © José Manuel Merello

“Ein Rahmen ist für ein gutes Gemälde das, was ein Kleid für eine schöne nackte Frau ist. Er ist nicht unabdingbar, aber erhebt das Kunstwerk und gibt ihm Reiz.”© José Manuel Merello

 “Ich verabscheue den grössten Teil des Minimalismus, der heute bei allen Künsten angewandt wird. Ich fürchte, dass in dieser angeblichen Synthese viel Müll schwimmt und viele Taugenichtse, die es fertig bringen, ein Publikum an der Nase herumzuführen, das manchmal unwissend und schuldlos ist, aber meistens unerträgliche Pedanten, die nichts verstehen und nichts wissen.”© José Manuel Merello

“Ich fordere des Recht der bescheidenen Maler. Die Malkunst braucht weniger Zirkus und weniger intellektuellen Anspruch. Sie muss aus der reinen Seele des Menschen spriessen, aus dem hellen und unbeschmutzten Auge des Malers, und wenn es nur für das Malen eines Apfels ist. Darum mag ich Morandi so sehr.”© José Manuel Merello

"Eine gute Zeichnung steht einem guten Gemälde in nichts nach. Und noch mehr: Einem jeden Bild liegt notwendigerweise eine Zeichnung zugrunde, die es trägt, ein Skelett, das es strukturiert und stützt. Alle Bilder, die dieser Grundlage entbehren, brechen in sich zusammen und vergehen. In der Malerei ist eine gute Zeichnung eine Qualitätsgarantie. Die grundlegende Frage ist, was wir unter einer guten Zeichnung verstehen... aber das ist eine andere Geschichte."© José Manuel Merello

"Alle Welt fragt sich, was Kunst ist. Ich glaube, Kunst ist sämtliches menschliches Schaffen, das den Geist auf eine höhere Gefühlsebene anhebt und überrascht."© José Manuel Merello

"...Maler, Schriftsteller, Bildhauer oder Musiker zu sein bedeutet nicht, über irgendeinem anderen Beruf zu stehen. Natürlich gibt es unzählige Tätigkeiten, die, wenn sie bis zur äußersten Perfektion getrieben werden, zweifellos die meisten Kunstwerke übertreffen. Ein wunderbarer Kunsthandwerker, der Manila-Schals herstellt, kann weiter kommen als ein mittelmäßiger Bildhauer. Seine Arbeit kann weitaus hochwertiger sein. Ein großartiger Fußballspieler kann mehr Leidenschaft auslösen als wir, die Maler. "Künstler" zu sein bedeutet nichts. Aber wenn ein Genie geboren wird, wird er bestimmt nur für große Kunst, Wissenschaft, Philosophie oder Politik geboren. Wir können die Sixtinische Kapelle von Michelangelo oder das Newtonsche Gravitationsgesetz nicht mit den besten Fußballtoren der Welt gleich setzen. Große Kunstwerke sind leicht zu erkennen; ihr Licht strahlt auch über die Grenzen der Zeit hinaus."© José Manuel Merello

November 2005

"Die spanische Malerei bewahrt seit Jahrhunderten ihren ruhigen und melancholischen Blick: tragisch, aber niemals gewaltsam. Es gibt keine gewaltsame spanische Malerei. Weder der grimmigste Goya noch der entsetzteste Picasso haben jemals ihre Haltung oder ihre Klasse mit ihren Pinseln verloren."© José Manuel Merello

"Die Kunstgeschichte ist die Geschichte der Gefühle und des Geistes des Menschen. Sie ist eine Aufzählung seiner erhabensten Gefühle, die in Werken, die die Zeit überleben, ihren Niederschlag gefunden haben. Altamira und Lascaux sind primitive Beispiele für das Bestreben des Menschen, seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Ich glaube nicht, dass es eine Kunstepoche gibt, die bezüglich ihres ursprünglichen Antriebs, ein Gefühl oder eine spirituelle Hingabe zu materialisieren, höherwertiger als eine andere ist. Hingegen bin ich der Ansicht, dass es Etappen in der Kunst gibt, die sich im Zuge der Weiterentwicklung der künstlerischen Techniken von anderen abheben und an Wert gewinnen. So wie der wissenschaftliche Fortschritt stets einer aufsteigenden Linie folgt, schreitet die Kunst, deren Fortschritt von der technologischen Entwicklung abhängt, in einer aufsteigenden, jedoch diskontinuierlichen Linie voran, denn sie hängt zumindest von zwei Parametern ab: von der Technik und der spirituellen Ergriffenheit. Die Kunst ist kein Gefühl. Die Kunst ist dessen Gestaltung, Verkörperung, das mit technischem Geschick gemeißelte, geschriebene, materialisierte Gefühl. Der primitive Mensch verfügte nur über ein paar einfache Werkzeuge, um sich auszudrücken. Deshalb ist seine Kunst schlichter als beispielsweise die barocke Kunst. Das Problem ist, dass Technik und Gefühl sich nicht immer parallel zueinander entwickeln. Vielleicht deswegen können wir auf Kunstepochen stoßen, die trotz einfacherer Techniken einen sehr viel intensiveren und reineren emotionalen und spirituellen Antrieb haben als andere, in denen die Kunst mit mehr Mitteln geschwächt ist, denn die Seele des Menschen ist ranziger, unterdrückter oder sie ist manipuliert. Wenn der Geist des Menschen eine erhabene und freie Zeit durchschreitet und von einer fortgeschrittenen Technologie begleitet wird, dann können wir zweifelsohne vom Goldenen Zeitalter der Kunst sprechen."© José Manuel Merello

Juni 2006

"Weder die Zeichnung wird von der Linie definiert, noch die Malerei von der Farbe. Ein Gemälde kann noch nicht von einem Bildschirm oder einem Foto assimiliert und verstanden werden und diese Tatsache definiert es zum Teil. Hingegen kann die Zeichnung von diesen Medien übermittelt werden und - abgesehen vom Fetischismus - ist es mir gleich, ob ich eine Originalzeichnung von wem auch immer habe, ein Foto oder ein identisches Poster. Es gibt keinen Unterschied, und man kann sich an der Zeichnung genauso erfreuen. Dasselbe geschieht beim Lesen eines guten Buches in der einen oder anderen Ausgabe oder beim zigten Betrachten ein und desselben Fotos. Wenn weder Fetischismus noch Plastizität im Spiel sind, vermitteln all diese Medien uns die Großartigkeit - oder Armseligkeit - des Werks. Aber bei der Malerei sind die Plastizität, die Form, das Morbide, die Opazität oder Transparenz, die glänzende oder matte Oberfläche immer im Spiel. Diese Eigenschaften können unmöglich von einem Computerbildschirm, einem Fernseher oder einem Poster vermittelt werden. Die digitale Welt ruiniert die Künste bei Weitem nicht. Was sie tut, ist, deren Einzigartigkeit hervorzuheben, und die Malerei schießt dabei den Vogel ab, weil es auch heute noch unmöglich ist, Las Meninas ("Die Hoffräulein") auf einer Abbildung vollständig zu genießen, unmöglich die Leere des Raums, in dem Velázquez malte, zu fühlen, unmöglich die perlmuttartige Schale der Bildoberfläche wahrzunehmen, nutzlos sich umzudrehen und sie von der Seite zu betrachten, um die zarten Wülste und Rillen der Malerei des Genies zu spüren. Und erwähnen wir erst gar nicht die Bilder von Tàpies, Lucian Freud oder Jasper Johns...Die Farbe und die Anordnung der Formen können uns vieles andeuten, natürlich, aber sie liegen in der Ferne und reichen nicht aus, um die Plastizität des Bildes auszudrücken. Das ist Malerei."
Ebenso und aus den genannten Gründen existiert eine Malerei ohne Farbe, nur mit Linien und Plastizität, und es gibt die in alle erdenklichen Farben getränkte Zeichnung ohne Linien. Steht die Zeichnung deshalb hierarchisch unterhalb der Malerei? Nein. Ich glaube, das alles sind keine Hindernisse sondern Fortschritte. Der Computer und die elektronischen Mal- und Zeichenprogramme sind neue Stifte und Pinsel, die zu den bereits bestehenden hinzukommen, und mit denen man arbeiten kann. Sie helfen, sie bieten dem Maler mehr Material, mehr Mittel. Aber Vorsicht! Solange die digitale Plastizität, oder wie immer das heißen mag, nicht erfunden wird, sollte der Verkauf von Gemälden auf Fotos oder unser Besuch eines Online-Museums vergessen werden. Wir können nur eine Vorahnung davon bekommen, eine Annäherung an die Sache, aber das fetischistische Pochen bleibt zusammen mit dem Wissen, dass es sich um ein Einzelstück, das keine Kopie zulässt, im Museum."
Der Malerei geschieht so etwas Ähnliches wie dem Theater mit dem Film. Der Film ist eine großartige Kunst, ein neues Format, das von den Musen erobert wurde, um den Geist des menschlichen Wesens ins Erhabene zu heben; er ist genauso stark und intensiv wie jede andere große Kunst. Aber trotzdem, was ihn vom Theater und anderen Bühnenkünsten (Tanz, Mimik, Stierkampf usw.) unterscheidet, ist genau das, was das Theater ausmacht: Das Direkte, die Dreidimensionalität, die den Zuschauer in einem einzigartigen Augenblick einhüllt, bei einer einzigartigen, nicht wiederholbaren Vorführung, der genau passende Geruch, der Schrei und der exakte Ausdruck, aber anders bei jeder Vorführung, der direkte Anblick des Schauspielers, der Fetischismus seiner Anwesenheit und die dramatische Präsenz des Gefühls des Dramaturgen... Das alles ähnelt erstaunlicherweise den Lücken eines Bildes, seinem sich ständig ändernden Aussehen, seiner zeitlichen Gebundenheit, denn es wandelt sich, je nachdem, ob es gerade modelliert wird, mit seiner Feuchtigkeit, seinen Rissen, seinem Verbleichen. Das Theater ist lebendig und die Malerei ist lebendig.
Aber heißt das, dass ein Gemälde höherwertiger als die Kunst der Fotografie oder ein Poster oder eine gute Zeichnung ist? Und steht deshalb das Theater über dem Film? Ich glaube, das ist gewiss nicht der Fall. Der Film ist in der Lage, uns über Wege zu führen, die für das Theater bisher unbegehbar waren, und eine digitale Zeichnung oder eine Fotografie erschaffen Spiele und Ausdrucksweisen, zu denen die Malerei nicht in der Lage ist. Andererseits besitzen das Theater und die Malerei diesen Zauber des Direkten, des glorreichen Augenblicks, so wie der Zauber des Sängers, der für dich, und nur für dich singt. Das ist vermutlich nicht höherwertiger, aber... was für ein Luxus!“© José Manuel Merello

Juli 2006

"Aus technischer Sicht ist es möglich, schlecht zu malen oder zu zeichnen, wenn man es nicht besser kann, aber das schlecht Gemachte muss perfekt schlecht gemacht sein. So wird immer ein gutes Ergebnis dabei herauskommen." (Sommer 2004)© José Manuel Merello

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